Publikumsfinanzierung erfolgreich !!

Unser gemeinsames Ziel war es,

 

bis zum 21. November 2022 das Projekt mit mindestens 6.000 € zu finanzieren. Das ist gelungen und alle Gegenleistungen werden noch vor Weihnachten verschickt.

 

Die Forschung und die Filme wurden ohne jegliche Fördergelder und Großsponsoren realisiert, deshalb freuen wir uns, dass wir das Projekt "Luftrüstungsindustrie im Raum Leipzig" mit eurer Unterstützung abschließen konnten.

 

 

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HERZLICHEN DANK und viele Grüße
Euere ROG-Film Gruppe

 

 

Stellt Fragen oder diskutiert mit uns gern im Gästebuch!

 

 

          

 

Produktion - ROG-Film
Regie | Kamera | Schnitt – Roger Liesaus
Regieassistenz – Heike Liesaus

Musik – Frank Zalich

Sprecher - Tilo Esche
Vorleserin – Annabell Paulitz
Gestaltung – Frank Zalich

 

 

 

 

Unterstützungssumme:       8604 €

Zielsumme: 6000 €

 

 

Anzahl der Unterstützer:         165

 

Die Angaben werden täglich aktualisiert.


 

Weiterhin könnt ihr die DVDs mit den Filmen und die anderen Artikel auf der Seite "DVD kaufen" erwerben!

 

 

 


           

 



Exkurs  -  Geschichten, die noch erzählt werden müssen


 

EXKURS - Geschichten, die noch erzählt werden müssen

 

Der Krieg hat das Antlitz von Leipzig nachhaltig verändert. Die Narben auf den Granitplatten der Fußwege und die Absplitterungen an so manchen alten Fassaden rühren von den Bomben her. Heute gehen wir meist achtlos daran vorbei und das ist gut so. Hin und wieder interessieren wir uns aber für die Geschichte unserer Stadt und dann kommen wir um diese prägende Epoche nicht drum herum.

 

Das Buch von Klaus Hesse „Kriegsrüstung in Leipzig von 1933 bis 1945“ listet 936 Firmen aus Leipzig und dem Umland auf, die direkt für die Rüstung gearbeitet haben. Aus der ursprünglich mit drei Dokumentarfilmen geplanten Serie zur Luftrüstungsindustrie im Raum Leipzig sind nun sechs Filme geworden, aber auch diese können das Spektrum nicht komplett abdecken.

 

In diesem 5. Teil “ EXKURS“ sollen noch einmal Nachträge zu den bisherigen Themen, die sich aus den Meldungen von Zeitzeugen nach dem Erscheinen der ersten Teile ergeben haben, thematisiert werden. Aber auch deutschland- und europaweite Zweigwerke der Luftrüstung werden gezeigt. Darüber hinaus werden einige Leipziger Firmen die sich mit anderen Zweigen der Rüstungsindustrie beschäftigt haben, beleuchtet. Das alles immer in dem Wissen, dass es niemals ein lückenloses Abbild ergeben wird.

 

 

 

 


ATG  -  allgemeine transportanlagen-gesellschaft und der widerstand


ATG - Allgemeine Transportanlagen-Gesellschaft und der Widerstand 

 

Während Rüstungsfirmen wie Mimo, Erla und Hasag zumindest den alteingesessenen Leipzigern noch geläufige Begriffe sind, zucken viele bei der Erwähnung des Firmennamens ATG nur mit den Schultern. Die Allgemeine Transportanlagen Gesellschaft war während der Zeit zwischen 1933 und 1945 der zweitgrößte Flugzeughersteller im Raum Leipzig. Mit über 3000 gefertigten Kampfflugzeugen war sie ein wichtiger Lizenznehmer der Firma Junkers. Von dem Transportflugzeug Ju 52 bis hin zu der am Beginn des Krieges sehr modernen Ju 88 fertigte die ATG verschiedene Typen und war auch an deren Weiterentwicklung beteiligt. Zu Kriegsende wurde das Höhenkampfflugzeug Ju 388 hergestellt und das Jagdflugzeug Ta 152 mit entwickelt. Zunächst schauen wir aber auf die Anfänge der Firma ATG.

 

In einem zweiten Aspekt beschäftigt sich der Film mit dem Widerstand gegen den Faschismus. Dabei werden die bekannten Namen des Leipziger kommunistischen Widerstandes nur kurz erwähnt, vielmehr interessierten mich die verschiedenen Motivationen und Varianten des kleinen alltäglichen Widerstands in einem Staat, der seinen Bürgern zunehmend die Grundrechte entzog, in dem neue Formen zu Grüßen und sich im öffentlichen Raum zu bewegen zu einer Entfremdung und Spaltung verschiedener Bevölkerungsgruppen führte. Wenn man in einer solchen Epoche lebt, erkennt man dann das entstehende Unrecht überhaupt? Wenn ich mir dessen bewußt werde, wie bewahre ich mir die Menschlichkeit? Wieweit bin ich bereit in meiner Hilfsbereitschaft für andere zu gehen und mich dabei selber zu gefährden? Diese Fragen mussten sich die reflektierenden Menschen, bewußt oder unbewußt, stellen. Ein immer wiederkehrendes Prozedere in der Geschichte vom römischen Imperium bis heute.